SCHMIDT: „DIE BURSCHEN WISSEN ALLE, UM WAS ES GEHT!“

Vor genau einer Woche kam es zur Rückkehr von Klaus Schmidt als Cheftrainer des .

Die ersten Tage verliefen zweifelsohne recht intensiv. Für den 53-Jährigen war das aber überhaupt kein Problem, denn wer den Steirer kennt, der weiß, dass er für den Fußball lebt.

Im Interview blickt Schmidt noch einmal auf die letzte Woche zurück und gibt einen Ausblick auf die entscheidende Phase in der Meisterschaft.

Herr Schmidt, wie fühlt es sich an wieder als Chefcoach arbeiten zu dürfen?

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich habe nicht annähernd gedacht, dass es mir so nahe geht. Ich habe speziell in den letzten Monaten gemerkt, wie sehr mir das Arbeiten abgeht. Als ich letzte Woche in die Kabine reingegangen bin, war es für mich hochemotional. Dieser Job bedeutet mir sehr viel, denn Fußball ist mein Leben. Wenn man 14 Monate zum Zuschauen verdammt ist, dann merkt man erst, dass es etwas ganz Essenzielles ist. Diese Arbeit trägt auch zu meinem Wohlbefinden bei.

Apropos Kabine. Wie haben die Spieler auf ihre Rückkehr reagiert?

Ich habe Damir Buric natürlich aus einigen Begegnungen als Trainer des Gegners gekannt und mich in seiner ersten Amtszeit in der Südstadt auch ein paar Mal mit ihm getroffen. Die Gespräche mit ihm habe ich immer als sehr, sehr angenehm empfunden. Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass die Mannschaft Schwierigkeiten mit Damir Buric hatte. Vielleicht waren sie daher enttäuscht, dass er nicht mehr da ist. Deswegen war es etwas seltsam, mich vor die Mannschaft zu stellen. Doch ich war bei der Ansprache einfach so wie ich bin und habe gemerkt, dass sie mir zuhören und in die Augen schauen. Da habe ich festgestellt, dass es nicht so falsch sein kann, dass ich wieder da bin. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Der Punkt bei der Austria, der jetzt im Vorfeld nicht unbedingt zu erwarten war, erleichtert meine Arbeit natürlich.

Die Mannschaft hat im Spiel gegen die Austria sehr entschlossen und mutig agiert. An welchen Hebeln haben sie gedreht oder war es ein typischer Trainereffekt?

Ich hatte nur eine Trainingseinheit vor dem Austria-Spiel. Da kann man nicht von einer großen taktischen Veränderung sprechen. Es ging eher darum, etwas zu vermitteln. Ich habe auch nicht gespielt, sondern bin nur draußen gestanden. Die Jungs sind marschiert. Ich habe mich gefreut, dass sie so Gas geben haben und beherzt aufgetreten sind.

Welchen Eindruck haben Sie von der Mannschaft und welche Schrauben wollen Sie noch drehen?

Die Qualifikationsrunde ist eine Teufelsgeschichte. Jedes Team hat eigentlich nur Angst, dass es verliert. Ich glaube aber, dass es wichtig ist, der Mannschaft die Freude am Gewinnen einzuimpfen. Das möchte ich den Jungs vermitteln. Denn den Mutigen gehört eher die Welt, als denen, die Angst haben.

Am Samstag kommt es zum Showdown mit St. Pölten. Wie sieht die Marschroute für dieses sehr wichtige Spiel aus?

Ich glaube, je weniger wir diese eine Partie aufblasen, desto erfolgreicher wird sie. Wenn ich das Duell ständig hochstilisiere, würde ich etwas in das Team hineinbringen, was in Folge womöglich eine gewisse Natürlichkeit vermissen lässt. Deswegen werde ich den Ball flach halten. Die Burschen wissen alle, um was es in den nächsten vier Spielen geht. Sie brauchen keine Extra-Motivation, sondern sollen sich auf die kommenden Aufgaben freuen.

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