KNALLER: „WIR HABEN UNS ENTSCHLOSSEN, DAS INTERN ZU LÖSEN“

Nach sechs Jahren bei den „Grün-Weißen“ in Hütteldorf kehrte Jahrhundert-Spieler Walter Knaller im vergangenen Jahr wieder zurück in seine Heimat. Mitte Mai 2021 übernahm der mittlerweile 64-Jährige die Position als Akademieleiter des . Vor ein paar Wochen gab es eine weitere, interne Änderung im Bereich der Jugendarbeit. Die Folge: Walter Knaller übernimmt bis Saisonende auch das Amt des Cheftrainers der Juniors.

Wie ist dein Wechsel zum zustande gekommen?

Grundsätzlich war es so, dass die 6 Jahre bei Rapid wirklich wunderbar waren. Es war sehr abwechslungsreich und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es war natürlich auch sehr anstrengend und irgendwo ist dann trotzdem das Gefühl hochgekommen, dass es jetzt dann einmal reicht, für den alten Mann (lacht). Dass ich vom Platz Abschied nehme, stand fest. Zu dieser Zeit ist auch der Bedarf bei der Admira entstanden, weil Stefan Fuhrmann weggegangen ist. Die Admira, mein Heimatklub – ich wohne nur 500 Meter davon entfernt, hat einen Akademieleiter gesucht. Ich habe diese Position bereits zweimal besetzt und so sind wir da aufeinander aufmerksam geworden. Ich habe mich entschlossen, zu meiner letzten Mission, in meiner aktiven Karriere, zum Verein vor meiner Haustür zu wechseln.

Welche Erwartungen hattest du von deiner neuen Aufgabe als Akademieleiter?

Ich kenne die Aufgabe und sie ist hoch interessant. Man arbeitet mit jungen, talentierten Menschen und will sie auf deren Weg begleiten und formen. Man versucht, dass sie beim eigenen Verein in der Bundesliga und beim Nationalteam landen und natürlich den großen Sprung in den Erwachsenenfußball schaffen.

Walter, du bist nun doch auch wieder am Platz positioniert und hast die Rolle des Cheftrainers der Juniors übernommen – wie kam’s dazu?

Der Schritt zurück auf den Platz war von mir so nicht geplant. Da Sven Schuchardt wieder zurück in seine Heimat nach Deutschland ging, hat es sich so ergeben. Wir haben uns entschlossen, das intern zu regeln und so hat es mich zurück auf meine Position am Platz gespielt – zumindest einmal für den restlichen Verlauf dieser Saison. Dann soll eine dauerhafte Lösung gesucht werden. Es ist natürlich trotzdem wieder viel Spaß dabei und deshalb mache ich es auch wieder.

Wie hast du deine neue Mannschaft bisher kennengerlernt und welche Ziele steckst du dir?

Wir haben im Kader sehr viel Veränderung. Aktuell gibt es sehr viele Abgänge aber auch Zugänge von der A-Mannschaft. Wir haben auch aus der U18 vier Spieler nachgezogen. Wir sind momentan 10-12 Spieler beim Training. Es bedarf natürlich noch einen größeren Kader. Doch die Spieler, die anwesend sind, sind voll motiviert. Ziel ist es mit den Juniors und dem neu formierten Trainerteam voran zu gehen und eine Einheit zu werden. Die jungen Männer sollen sich gemeinsam in die richtige Richtung bewegen. Sie sollen als chronisch, motivierte, draufgängerische Truppe auftreten und als Mannschaft erkennbar sein und ihre Ziele verfolgen.

TEXT: Lisa Wurzinger

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