Mechanische rund 100 Jahre alte Krippe.

Egerländer-Krippe im Video

https://www.moedling.at/system/web/GetImage.ashx?fileid=2384073&mode=O

Amelie Punz hat ein liebevoll gestaltetes Video produziert!

Was wäre der Mödlinger Advent ohne die wunderbare, mechanische Egerländer-Krippe im Volkskundemuseum in der Klostergasse. Trotz aller digitalen Zaubereien sind auch ohne smartphone und Internet alle Jahre leuchtende Kinderaugen zu sehen, wenn sich die liebevoll von Hand gemachten Figuren in Bewegung setzten, Musik ertönt und die Weihnachts-Geschichte fast greifbar wird. Gerade in Zeiten der Covid-Pandemie ist es aber leider mehr als unklar, ob und wann Kinder und ihre Eltern heuer im Advent das Volkskundemuseum und die Egerländer Krippe besuchen dürfen. Damit die Zeit des Wartens aber nicht zu lang wird, hat Amelie Punz ein Video der Egerländer Krippe gestaltet, dass Groß und Klein den Zauber dieses mechanischen Wunderwerks näher bringen soll. Besuchen Sie die Krippe heuer einfach einmal virtuell, es lohnt sich mit Sicherheit!

Rund 100 Jahre alte mechanische Krippe im Holzkasiten.Seit vielen Jahren erfreut die Egerländer Krippe große und kleine Gäste des Volkskundemuseums in der Vorweihnachtszeit.

Christian Matzner über die Geschichte der Krippe

Der Ursprung der weit über 100 Jahre alten Krippe liegt – wie schon der Name sagt – im Egerland, in Nordwestböhmen. Um 1900 wurde sie von einem Eisenbahner aus dem Egerland nach Bischofshofen mitgenommen, wohl um die Trennung von der alten Heimat leichter zu ertragen. Im Missionsgymnasium der Gesellschaft des Göttlichen Wortes, St. Ruprecht, im Salzburgischen, wurde die Krippe später aufgebaut und 1926 auf Betreiben von Pater Brodmüller SVD nach Mödling übersiedelt, um in der neu gegründeten Herz Jesu-Pfarre aufgestellt zu werden.

In der Folge wechselten die Standorte mehrmals. So wurde die Krippe während der Kriegszeit abgebaut und deponiert. Pater Alexander Kienast SVD, Seelsorger der Marienkirche in der Kolonie – eine der ältesten Arbeitersiedlungen Österreichs – nahm sich um 1950 der Krippe an. 

Bis um 1970 war die Krippe in einem Nebengebäude der Holzkirche während der Advent- und Weihnachtszeit zu besichtigen. Vor dem Abbruch der 1934 errichteten Marienkirche wurde die Krippe mit Zustimmung der Herz Jesu-Pfarre vom Bezirks-Museums-Verein geborgen und war nach umfangreichen Wiederherstellungsarbeiten seit 1979 wieder zu besichtigen. 

Die künstlerische Gestaltung besorgten der damalige Obmann des Museums, Prof. Karl Matzner, der einen neuen Krippenberg schuf, Prof. Franz Leopold Kuthan, der den Krippenschrein gestaltete und neue Krippenfiguren schnitzte. Die Mechanik wurde unter ihrer Aufsicht von technisch versierten Mittelschülern und Ministranten von St.Othmar erneuert, und so wurde dann die Egerländer Krippe im Sakralmuseum in der Pfarrgasse, zu neuem Leben erweckt. (…)

Die Egerländer Krippe im Mödlinger Volkskundemuseum .pdf (0.1 MB)

Quelle