Bild aus der Ausstellung

Ausstellung: „mutare composita“

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Soft-Opening im kunstraumarcade.

Am 29. Mai eröffnete im kunstraumarcade mit der Ausstellung „mutare composita“ die letzte Ausstellung vor der Sommerpause. Bei dieser geht es um die Collage als Prinzig, gezeigt werden Werke von Heide Aufgewekt, Babsi Daum, Bernhard Hosa, Georg Lebzelter, Larissa Leverenz, Elfriede Mejchar und Veronika Schubert.

Die Bedeutung des Mediums Collage für das Verständnis der Kunst des 20. Jahrhunderts liegt nicht so sehr in der Einführung eines bestimmten technischen Verfahrens, sondern vielmehr in einer fundamentalen Umwertung des Bildbegriffs. Im Kleben, Kratzen, Schneiden, Reißen, Falten, Montieren und Assemblieren steckt ein radikales Potential. Die Collage bricht mit einem Werkverständnis, welches das Kunstwerk als abgeschlossen und einheitlich sah.

Fünf Personen zwischen verschiedenen Kunstwerken.Gerlinde Thuma, Bernhard Hosa, Babsi Daum, Georg Lebzelter, Larissa Leverenz

Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung zeigen aktuelle Arbeiten, die im Konzept der Collage ihren Ausgang nehmen und in Malerei, Druckgraphik, Fotografie, Objektkunst und Film ihre vielfältige Umsetzung finden. Heide Aufgewekt montiert in ihren Videoinstallationen Text-Bild-Soundelemente zu hypnotisch verzerrten, surrealen Bildern. Babsi Daum zeigt dreidimensionale Objekte – Landschaften aus der Vogelperspektive, aus Graupappe, Zeitungen, und bemalten, gezeichneten und geklebten Papieren. 

Bernhard Hosas verwendet für die Serie „Auf der Suche nach dem richtigen Bild“ Frontal- und Profilansichten von Kriminellen, die typisch für Fahndungsfotos sind, faltete und collagierte sie zu monströs wirkenden Formen, die aus Details eines früheren Ganzen. Georg Lebzelter verwendet die Prinzipien der Collage und Montage als Basis seiner druckgraphischen Arbeiten, zerlegt und verbindet Einzelteile zu neuen Variationen. Elfriede Mejchar fotografierte und drapierte verschiedenartige Objekte, collagierte Ausschnitte fremder Fotos und montierte alles zu neuen Aussagen. Larissa Leverenz malt und zeichnet, druckt und collagiert auf Holzplatten. Sie baut multiperspektivische Bildräume, die an die Dramaturgie einer Bühneninszenierung erinnern. Veronika Schubert schneidet aus Zeitungen Überschriften aus, nimmt diese aus ihrem Kontext, betrachtet sie als alleinstehende Aussagen.

Die Ausstellung ist bis Samstag, den 26. Juni, zu den Öffnungszeiten zu sehen: Freitag, 15 bis 18 Uhr, Samstag, 10 bis 13 sowie 14 bis 17 Uhr.

Quelle

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