Ein Mann und eine Frau halten ein Schild mit der Aufschrift Mödling ist Zukunft.

1 Jahr neue Stadtregierung in Mödling

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Planen und arbeiten in Krisenzeiten.

Als die neue Mödlinger Stadtregierung im Februar 2020 als Koalition von ÖVP und SPÖ ihre Arbeit aufnahm, war nicht absehbar, wie sich die kommenden Monate entwickeln würden. Zwölf Monate später blicken Bürgermeister Hans Stefan Hintner und Vizebürgermeisterin Silvia Drechsler auf eine beispiellose und von der Pandemie überschattete Zeit zurück. Dennoch ziehen die beiden höchsten Repräsentanten der Gemeinde eine positive Bilanz über ein heikles Jahr, das vor allem im Zeichen der Krisenbewältigung und der Sicherung der Daseinsvorsorge stand.

Krisenbewältigung als wichtigste politische Aufgabe!

Zur Bewältigung der vielen unterschiedlichen Aufgaben im Zusammenhang mit Corona wurde mit unserem Zivilschutzbeauftragten Brandrat Peter Lichtenöcker ein Krisenstab als zentrales Steuergremium eingerichtet. „Unser erstes Augenmerk lag natürlich vorrangig auf der Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge mit den Kernbereichen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Straßenreinigung, Winterdienst und Müllabfuhr“, blicken Hintner und Drechsler auf die Herausforderungen des abgelaufenen Jahres zurück. In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem Roten Kreuz wurden Hilfs- und Einkaufsdienste wie „Mödling hilft“ und später die Massentests sowie die permanenten Teststraßen organisiert.

Ein Mann und eine Frau stehen vor dem Eingang zum Mödlinger Stadtamt.Im Stadtamt Mödling arbeitet seit einem Jahr die neue Koalition aus ÖVP und SPÖ mit den Spitzen Bürgermeister Hans Stefan Hintner (l.) und Vizebürgermeisterin Silvia Drechsler (r.).Darüber hinaus habe man in Zeiten der Lockerungen schnell und unkompliziert Impulse für das wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben gesetzt und auch finanzielle Mittel dafür freigemacht. Hintner und Drechsler erinnern etwa an die Veranstaltungen des Mödlinger Kultursommers und von Mooving Beethoven mit rund 10.000 Gästen, an die alternativen Veranstaltungen zum Mödlinger Weinfest oder an den Ausbau der stimmungsvollen Adventbeleuchtung samt weihnachtlicher Instapoints. „Mit Mut und gleichzeitig viel Aufwand für Sicherheit und Organisation hat die Stadt im Sommer viele Veranstaltungen und Initiativen möglich gemacht und unterstützt“, so Bürgermeister Hintner im Rückblick. Zum sommerlichen Angebot der Stadt zählt auch das Freibad, das mit entsprechenden Covid-Vorkehrungen für Gäste geöffnet wurde.

Projekte stehen trotz Corona nicht still!

Es gab im vergangenen Jahr aber wichtige kommunale Vorhaben abseits der coronabedingten Maßnahmen.
So wurde eine große Jugendstudie in Gang gesetzt und mit den ersten Gesprächen und Erhebungen begonnen. Am Parkplatz „Scheffweg“ wurde der Prototyp eines elektronischen Parkleitsystems errichtet. Das Netz der Stromtankstellen wurde an mehreren Standorten ausgebaut. Weiters wurde die Initiative „1000 Bäume für Mödling“ gestartet, und bei den Platzgestaltungen im Neusiedlerviertel und am Hyrtlplatz noch mehr Augenmerk auf die Gestaltung vitaler Grünzonen gelegt.
Als Initiative gegen Bodenversiegelung und zur Erhaltung des Gartenstadtcharakters wurde eine Bausperre erlassen. Diese Bausperre gibt der Stadt nun die Möglichkeit, den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan zu überarbeiten und zukunftsfähig zu gestalten. Wobei Bürgermeister Hans Stefan Hintner betont: „In Mödling gibt es keine neue Widmung von Bauland, da im Gegenzug an anderer Stelle im Ortsgebiet Bauland in Grünland umgewandelt werden müsste. Unsere Flächenbilanz ist daher seit Jahrzehnten unverändert“.

Erfreulich ist, dass dennoch neuer erschwinglicher Wohnraum geschaffen wurde bzw. in Vorbereitung ist. „In der Jakob Thoma Straße sind die ersten Wohnungen für junge Familien bzw. barrierefreie Einheiten für betreutes Wohnen übergeben. Und das Wohnhaus in der Josef Schleussner Straße steht kurz vor dem Baubeginn“, kann Vize Silvia Drechsler über zwei Projekte des sozialen Wohnbaus berichten, die gemeinsam mit der Mödlinger Genossenschaft realisiert werden. Ein drittes Projekt – die Wohnungen der EBG in der Grutschgasse – ist Mitte letzten Jahres bereits bezogen worden.

Trotz der angespannten finanziellen Situation hat es sich die Koalition zum Ziel gesetzt, die 50%-Förderung der Bundesregierung für Investitionen im öffentlichen Bereich auszunutzen. „Von den 2,3 Millionen Euro, die Mödling abholen kann, haben wird im vergangenen Jahr 1,3 Millionen Euro bereits beantragt. Die restliche Million werden wir heuer für wichtige Infrastrukturprojekte nutzen“, so Bürgermeister Hintner.

Die bisherige Bilanz der neuen Koalition fällt also trotz Corona-Krise positiv aus. Neben der inhaltlichen Ausrichtung stimmt auch das Klima der Zusammenarbeit. „Anders als erhofft, sind wir als Koalition gleich im Krisenmodus gestartet und haben die Herausforderungen gut gemeistert. Corona war mehr als eine Bewährungsprobe und hat uns gezeigt, dass wir wertschätzend und freundschaftlich zusammenarbeiten und Probleme gemeinsam lösen können“, so Bürgermeister Hans Stefan Hintner und Vizebürgermeisterin Silvia Drechsler über ihr erstes gemeinsames Jahr.

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